Eigentlich wollte Wölli von den Toten Hosen nur mal 15 Minuten reinhören: Am Ende des Sets in Viersen stand der Ex-Drummer der Düsseldorfer Punk-Combo aber immer noch vor der Bühne und verfolgte, was die fünf Jungs von Snablesukkaz aus Willich so zu bieten hatten. Auf der Fahrt nach Hause rotierte die Demo „Deluxe“ im CD-Player, und in Meerbusch angekommen stand für Wölli so gut wie fest, dass die internationale Truppe bei „Rock am Turm“ dabei sein soll.

1998 taten sich Dominik Ophoves, Dean McNamara und Jeong-Il Sin zusammen, um Musik zu machen. Was aus Spaß begann, wurde nicht bitterer Ernst. Crossover der untersten Schublade mit gehackten Gitarrenriffs und planlosen Arrangements brachte das selbstkritische Trio zustande. Daran änderte auch nichts, dass eine Rhythmussektion mit Bastian Müller und Phillip Effertz hinzustieß. Auf einmal platzte jedoch der Knoten. Ende 2001 motivierten die Studioaufnahmen das Quintett zur Höchstleitung.

Positive Reaktionen bei zahlreichen Auftritten in der näheren Umgebung und bei Contests wie dem Toys2Masters in Bonn oder dem Emergenza-Wettbewerb beflügelten die Snablesukkaz. Endlich entwickelte sich so etwas wie eine Banddynamik. Die Willicher Gitarrenrocker prägen einen sehr eigenen Stil aus treibendem, leicht punkigem Rock und einprägsamen Vocals ­ eine Einheit aus Aggression und Melodik. Im Herbst geht die Band ins Studio, um neue Stücke aufzunehmen.